Das Fundament meiner beruflichen Laufbahn bildete zunächst eine technische Ausbildung. Ich absolvierte die HTL EDVO in Wiener Neustadt, welche ich 1988 mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Das Matura-Zeugnis in Händen haltend war ich überzeugt davon, einmal eine Selbständige zu sein (von Zieldefinition und dem gedachten und gesprochenen Wort als hilfreiches Machtinstrument wusste ich damals noch nicht viel).

Mehr als zwei Jahrzehnte war ich dann – durchaus sehr erfolgreich – im IT-Projektmanagement, IT-Consulting und im IT-Support in national und international agierenden Unternehmen tätig.

Die Faszination, mein logisch-analytisches Denk- und Handlungsvermögen sowie meine empathische Gabe, Menschen im technischen Kontext auf psychologischer Ebene abholen zu können (selten ist der Computer oder die Software „das Problem“), ließ mich nicht los, was letztlich dazu führte, dass ich mich Schritt für Schritt aus der IT-Branche zurückzog und den psychologischen Markt eroberte.

Die Ausbildung zum Facilitator und zur Lehrerin in der Methode „Transformational Healing Process“ (nach der Engländerin Patricia Angove) bildete den Grundstein meiner persönlichen Wandlung und Neuorientierung. Der Prozess und die Methode sind heute noch wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit.

Nach weiteren konventionellen und unkonventionellen Fortbildungen war mein krönender Abschluss das Diplom zur Lebens- und Sozialberaterin sowie Supervisorin nach dem personzentrierten Ansatz von Carl Rogers. Rogers Ansatz hat mein Herz im Sturm erobert (denn er entspricht meinem Wesen) und erklärt sich kurz wie folgt: Das Gegenüber wird in einem wertschätzenden und urteilsfreien Raum empfangen, welcher die Bewusstwerdung der eigenen innewohnenden Fähigkeiten und Qualitäten fördert und so dazu beiträgt, die Intuition zu schärfen, aus sich heraus Lösungen kreieren zu können, was unter anderem das Selbstbewusstsein und den Selbstwert steigert – und mehr.

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten, sie aufzufangen, mit ihnen Erlebtes und Erfahrenes aufzuarbeiten, neue Blickwinkel und Sichtweisen zu eröffnen, ihre Potenziale freizuschaufeln und auf meine Art einen wertvollen Beitrag zu ihrer Entwicklung und Entfaltung leisten zu dürfen.

Für mich gibt es nichts Schöneres, wenn ein Klient oder eine Klientin nach einem gemeinsamen Termin erhobenen Hauptes, mit strahlenden Augen, hochgezogenen Mundwinkeln und neu gewonnener Zuversicht kraftvoll, motiviert und gestärkt meine Praxis verlässt. „Bei dir habe ich mich zum ersten Mal wirklich gesehen und wahrgenommen gefühlt und allein das hat schon alles verändert“, ist der Grundtenor vieler Menschen, mit denen ich bisher einen Teil ihrer wertvollen Lebenszeit verbringen durfte.

Nicht mehr möchte ich mit dem, wer ich bin und was ich tue, erreichen; aber auch nicht weniger!