Während sich viele Menschen seit Wochen im vorweihnachtlichen Trubel verloren haben und sich den Weihnachtsoverkill reinziehen, habe ich mich zuletzt mit mir beschäftigt – und der Frage, wie ich mein berufliches Leben 2026 gestalten möchte. Tagelang trat ich gefühlt auf der Stelle oder drehte mich im Kreis. Ich spürte, wie ich innerlich regelrecht immer wieder kollabierte, wenn ich es wagte, überhaupt nur über „meinen Business-Plan 2026“ nachzudenken. Bis ich dann eines schönen Dezember-Tages – nach mühevollen Sparring-Einheiten im stillen Kämmerlein – eine Entscheidung getroffen hatte, die für mein 2026 essenziell sein wird. Bis dahin durchschritt ich jedoch wieder mal eine Vielzahl von Jammerlappen-Tälern und wurde von lautstarken Jammerlappen-Blues-Momenten niedergebügelt. 😁
Und dann stand der nächste Schritt an: Die Änderung meiner Webseite.
Ich sah sie mir an und wusste, dass sie so nicht bleiben kann, weil sie sich für meinen neuen Weg nicht mehr stimmig anfühlte. Ich dachte erst, ich müsste eh nur ein paar Kleinigkeiten ausbessern, Container-Elemente verschieben, Texte abändern, neue Bilder hochladen und fertig. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Wirt – meinen Jammerlappen – gemacht. 🙄
Denn als ich zum ersten Mal nach Wochen wieder das Backend meiner Webseite öffnete, hörte ich laut in mir: „Geh bitte! Du hast im vergangenen Jahr die Webseite schon mindestens 3x geändert und die Aufruf-Statistiken sind nicht gerade glorreich – und deinen Blog liest auch niemand. Also was soll dir das bringen? Du willst jetzt wieder Zeit investieren? Wofür? Was du tust, interessiert nicht – oder du machst es einfach wieder mal falsch, weil du zu wenig Wissen hast und einfach nicht gut genug bist. Übrigens machst du sowieso immer alles falsch, wie schon seit jeher. Kannst du dich an … erinnern? Hat nicht geklappt, gell? Oder weißt du noch, wie … ausgegangen ist? Das war voll eins in die Fresse. Loser ist noch das schönste Wort für dich – oder gescheiterte Existenz, das passt sogar noch besser. Du bist eben einfach nicht gut genug, du kannst es einfach nicht. Lass es doch sein!“
Nach diesem Jammerlappen-Monolog bin ich erst mal innerlich zusammengesackt, denn was der Jammerlappen erzählte, war meine Erfahrung, war meine alte Wahrheit (also insbesondere die Negativ-Beispiele aus meiner Vergangenheit). Ich schloss das Backend meiner Webseite und beobachtete mich dabei, wie ich in Selbstmitleid versank. Dabei fiel mir mal wieder auf, wie vernebelt ich war. Ich konnte keinen einzigen klaren Gedanken mehr fassen und fühlte mich matt, erschöpft, nicht lebensfähig und leer, während die grausamen Nettigkeiten des Jammerlappens durch meine Gehirnwindungen sausten und auf meinem Nervenkostüm herumtrampelten. 🥴
Du bist der Meinung, dass diese Reaktion von mir zu heftig war?
Nun, was mir da widerfahren ist, ist aber tatsächlich nichts Außergewöhnliches. Denn das passiert so gut wie jedem Menschen – je nach Prägung und Konditionierung mal intensiver, mal weniger intensiv. Doch im Gegensatz zu vielen nehme ich solche inneren Vorgänge bewusst wahr – und das mit jeder Faser meines Körpers. Denn dieses ständige Gelaber vom Jammerlappen ist nicht einfach nur Gebrabbel – es bleibt nicht im Kopf, es geht direkt in den Körper. 🎯
Wenn man sich dessen, was im Körper abläuft, während der Jammerlappen mal wieder auf der Bühne poltert, nicht bewusst ist beziehungsweise das Fühlen abgeschaltet hat (was viele Menschen aus Selbstschutz tun, nur schützt es leider nicht), darf man sich eigentlich gar nicht wundern, warum es so vielen Menschen geht, wie es ihnen geht, nicht wahr?
Aber zurück zu meiner persönlichen Selbstwahrnehmungs- und Selbsterfahrungs-Challenge wider Willen, die ich – hipp, hipp, hurra 🥳 – erfolgreich gemeistert habe. Und zwar so:
Mal ganz abgesehen davon, dass ich den Jammerlappen auf ein zeitlich unbegrenztes Schweige-Retreat geschickt habe (du kannst dir gar nicht vorstellen, welche Filme da immer in mir abgehen – ein Hollywood-Blockbuster ist da vergleichsweise ein B-Movie 😉), habe ich mich außerdem trotz aller Bedenken (also des Jammerlappen-Gequatsches in mir) immer wieder dazu aufgerafft, das Backend meiner Webseite zu öffnen (auch wenn ich es anfangs oft nach wenigen Minuten ohne Änderung wieder schloss). Denn ich hatte mir ein Ziel gesetzt und das war unumstößlich: Bis Heiligabend 2025 ist meine neue Webseite fertig – Jammerlappen-Gedöns hin oder her. 💪🏻
Es hat mich in Summe vier Tage meiner Lebenszeit gekostet, um drei Seiten meiner Webseite umzustellen. Dabei dauerte die technische Umsetzung nicht einmal 10 Prozent der Zeit, die ich benötigte, um mit mir ins Reine zu kommen und den Jammerlappen auf seinen Platz zu verweisen. 🙄 Angefühlt haben sich diese vier Tage wie ein CrossFit-Training, ein Gipfelsturm oder wie ein Marathonlauf – der kilometerlange Lauf zurück zu mir selbst. Und hey: Ich hab das Ziel erreicht, yeah! Denn meine neue Webseite steht – und das bereits sechs Tage vor Heiligabend. ✌🏻🏁🏆
Ich bin jetzt mal gespannt, wann ich mich zu meinem nächsten Marathon aufmachen werde, denn eins ist für mich klar: Mein Jammerlappen bekommt nicht mehr die Macht über mein Leben wie in all den Jahren zuvor. Dafür ist mir mein Leben zu bedeutend, ist mir meine eigene Gesundheit zu wichtig, sind meine Visionen zu klar – und vor allem bin ich es mir (mittlerweile) selbst wert, aus meinem Leben das zu machen, was ich will (weil ich davon – meinem neuen Business-Weg – außerdem schon immer geträumt habe). 🤩🥳
❓ Wie ist das bei dir, wenn du etwas schaffen, etwas verändern, ein bestimmtes Ziel erreichen willst?
❓ Fällt dir auf, mit welchen alten und heute für dich eigentlich nicht mehr gültigen Wortmeldungen der Jammerlappen in dir hausieren geht?
❓ Nimmst du das auch körperlich wahr?
❓ Fühlst du dich dann genervt, schlapp, ermüdet oder macht dich das rasend, schlägt dein Herz wie wild, dreht sich dein Magen um, oder hast du einfach nur Nebel im Kopf?
❓ Was tust du dann? Ergibst du dich dem Jammerlappen oder findest du in dir doch immer wieder das Quäntchen an Kraft, das es braucht, um dich wieder aufzurichten und das zu tun, was du fühlst, das wirklich deins ist?
Von Herzen 💕
Alexandra
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Ich bin Alexandra Glander –
psychologische Beraterin, Supervisorin und kreative Prozessbegleiterin.
Mit dem von mir entwickelten psychosozialen Deutungs- und Arbeitsmodell „Der Jammerlappen“ begleite ich Menschen dabei, destruktive innere Dynamiken zu erkennen und zu verändern.
Das Modell verbindet Tiefe mit Humor, Provokation mit Herz und Kopf mit Gefühl – eine Kombination, die selbstsabotierende Muster schneller sichtbar und leichter veränderbar macht.
Ich stehe für gelebtes Self-Commitment und für radikal-ehrliche Selbsterkenntnis, die manchmal schmerzt, aber immer befreit.