Was bleibt, wenn du aufhörst, zu kämpfen

Vielleicht steckst du gerade selbst in einer Phase, in der nichts mehr ist wie zuvor: Beziehungen wackeln und Entscheidungen drängen sich auf, während du nach außen hin versuchst, alles am Laufen zu halten – und innerlich mit dir kämpfst und gefühlt daran zerbrichst.

Wenn Beziehungen bersten, Berufliches den Bach runtergeht oder sich Lebenswege trennen, wird das oft als persönliches Scheitern erlebt – als Verlust, als Angriff, als Bruch. Viele Menschen – vor allem Frauen – erleben diese Übergänge meist als echte Krise. Für mich markieren sie inzwischen etwas anderes.

Wenn das Alte nicht mehr trägt

Auch in meinem Leben kam immer wieder mal einiges in Bewegung – und reflektierend betrachtet musste es auch dazu kommen. Dass das zum Leben dazugehört, und es solche Zeiten auch weiterhin in meinem Leben geben wird, ist mir vollkommen klar.

Doch wie man mit dem umgeht, was über einen hereinbricht, ist der eigentliche Clou.

Denn niemals passiert etwas ohne Grund.
Nichts davon ist eine Bestrafung.
Und bestimmt ist es kein Angriff auf dich.

Vielmehr sind solche Phasen und Erfahrungen ein Geschenk.
(Und ich verstehe absolut, wenn du das vielleicht jetzt beim Lesen, weil du gerade mittendrin steckst, so nicht sehen kannst, doch glaub mir, das sind sie.)

Der Moment, in dem sich etwas löst

Ich erzähl dir heute mal wieder aus meinem persönlichen Nähkästchen:
Es ist noch gar nicht so lange her, da fiel mir eines Tages auf, dass mich in den Wochen zuvor langjährige Begleiterinnen und Begleiter verlassen hatten – im metaphorischen und im wörtlichen Sinn. Spannenderweise hatte ich zu der Zeit selbst auch das tiefe Bedürfnis, mein Umfeld zu klären und mich von jenen Menschen zu verabschieden, die mir Energie raubten und mir das Gefühl gaben, mich auszusaugen.

Dieser Prozess war für mich nicht einfach, weil ich ein sehr loyaler Mensch bin und schon in frühester Kindheit gelernt hatte, dass es meine Pflicht ist, für andere da zu sein – mich erst für andere aufzuopfern, bevor ich mir erlauben darf, meinen eigenen Raum einzunehmen und meine Bedürfnisse zu erfüllen.

Früher hatte mich sowas – also das Klären meines Umfelds oder das Verlassenwerden – vollends aus der Bahn geworfen. Denn was ich mir selbst an Entscheidungen abringen musste, um Grenzen zu setzen und Klarheit zu schaffen, war ich nicht gewohnt und fühlte sich für mich nicht nur gefährlich, sondern lebensbedrohlich an. Ich war ja so nicht „programmiert worden“.

Oft erlebte ich Geschehenes und Erlebtes als Abwertung, persönlichen Angriff, massiven Verlust, Schicksalsschlag und echte tiefschürfende Krise – eben als Bruch, als „Gegen-mich“, als „Strafe Gottes“ oder auch als „Das-darf-ich-doch-nicht“.

Nach all den Jahren des bewussten Arbeitens – und die begann schon weit vor der Veröffentlichung des Jammerlappen-Universums – hat sich ein echter Wandel in mir vollzogen. 💪🏻

Und an dem Tag, an dem ich glasklar und in vollem Bewusstsein meine Grenzen setzte, geschah etwas, das ich heute nur als inneren Durchbruch beschreiben kann.

Was bleibt, wenn das Kämpfen endet

Ich spürte plötzlich, wie ein altes, schwer auf mir lastendes Lebensgefühl und all die damit verbundene Pein plötzlich von mir abfiel. Mit einem Mal war an diesem Tag nichts mehr da außer Leichtigkeit.
(😂 Plötzlich! 😂 Der war gut. Es hat ja eh nur ein paar Jahrzehnte gedauert. 😂)

In einem Tagtraum sah ich dann, wie sich meine schmerzlich vermissten Flügel langsam entfalteten und ich mich in die Lüfte erhob.
(So muss sich wohl ein Schmetterling fühlen, wenn er seinen Kokon verlässt. 🐛🦋)

Plötzlich formten sich Worte in mir und ich wusste, dass ich sie mit all den Frauen teilen möchte, die sich quälen und täglich weit über ihre eigenen Grenzen gehen.

Heute ist dieser Tag.

Eine Erinnerung an deine eigene Größe

Ich widme die nachfolgenden Zeilen all den Frauen, die kämpfen, straucheln und sich bestraft fühlen, wenn sie für sich selbst einstehen. 😍
Denn das ist weder ihr Lebenszweck noch ihre Verpflichtung.

Sie mögen dir als Wegweiser dienen, der dich zurück zu dir selbst führt:

🔶 Ich bin die Frau, die ihre Kraft kennt und führt.
🔶 Ich bin die, die lebt, was sie tief in sich fühlt – ohne Angst, ohne Scham, ohne Urteil.
🔶 Ich handle aktiv aus mir heraus – nur mir und meinem wahren Sein verpflichtet.
🔶 Ich setze klare Grenzen, weil sie Ausdruck meines Respekts für mich sind.
🔶 Ich stehe in meiner Größe, ohne mich dafür entschuldigen zu müssen.
🔶 Meine Präsenz wirkt, mein Sein ist.
🔶 Was ich sage, gibt Richtung.
🔶 Was ich entscheide, hat Relevanz.
🔶 Was ich fühle, bewegt – mich und andere.
🔶 Ich bin die Frau, die richtig ist, so wie sie ist, und die in ihrer weiblichen Essenz lebt – mehr muss und will ich auch nicht (mehr) sein.

Von Herzen 💕
Alexandra

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Ich bin Alexandra Glander.
Ich begleite Menschen dabei, festgefahrene Situationen zu sortieren, Zusammenhänge zu erkennen und wieder Klarheit für ihre nächsten Schritte zu gewinnen.

Viele kennen mich auch als die Erfinderin des Jammerlappen-Universums – einem Kunst- und Kreativprojekt, das menschliche Muster mit Humor und Tiefgang sichtbar macht.

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