Es gibt einen Moment im Veränderungsprozess, der fast immer gleich aussieht: Der innere Widerstand meldet sich. Der Jammerlappen – die von mir erschaffene Darstellung solcher innerer Mechanismen – betritt die Bühne. Er poltert lautstark auf ihr herum, so als ob er Angst hätte, sonst überhört zu werden. Er gibt Monologe von sich, die dich zweifeln lassen, dich ausbremsen, dich vor etwas warnen wollen oder die schlicht alles überdramatisieren. Er erklärt dir außerdem, warum jetzt gerade kein guter Zeitpunkt ist, warum du noch warten solltest oder warum das alles vielleicht doch keine so gute Idee ist.
Der Jammerlappen-Moment
Viele halten das für ein schlechtes Zeichen, wenn sich diese inneren Stimmen melden. Manche denken sogar, es sei ein Rückschritt oder ein Signal dafür, sich verrannt zu haben. Dabei ist oft genau das Gegenteil der Fall.
Denn dieser Moment – der Jammerlappen-Moment – tritt nicht am Anfang auf und auch nicht mitten im Alten. Er taucht dort auf, wo sich etwas bereits gelockert hat – wo das Bekannte nicht mehr ganz greift und das Neue noch nicht stabil ist.
Zusammengefasst lässt sich sagen:
Der Jammerlappen wird laut, wenn das Alte seine Macht verliert.
Wenn Bewegung mit Widerstand verwechselt wird
Dieses Aufpoppen des Jammerlappen-Moments lässt sich gut mit dem Körper vergleichen:
In Heilungsprozessen ist es häufig so, dass der Schmerz kurz vor der Besserung noch einmal zunimmt, dass das Fieber steigt, bevor es fällt, oder dass Symptome sich zuspitzen, bevor sie abklingen.
Das alles passiert im Körper nicht deshalb, weil etwas schiefgeht, sondern weil er arbeitet und am Regenerieren ist.
Ähnlich verhält es sich mit inneren Veränderungen.
Wenn der Jammerlappen sich in seiner ganzen Pracht zeigt, ist das oft kein Zeichen von Stillstand, sondern vielmehr von Bewegung.
Sein Gejammer (Gebrabbel, Gedöns, Gezetere, Gewinsel) macht dich darauf aufmerksam, dass dein innerer Umbau gerade in die heiße Phase geht.
Und genau deshalb setzt er sich zur Wehr, erzeugt er Widerstand, weil das, was da Neues daherkommt, unbekannt ist – und das könnte doch gefährlich werden. 😵
Oder mit noch einem anderen Bild erklärt:
Endlich geht einer der von dir gesäten Samen auf und bald kannst du die Früchte deiner Arbeit ernten – es sei denn, du lässt zu, dass der Jammerlappen auf dem ersten zarten Keim herumtrampelt. 👣⚡
In solchen Phasen versucht er dich aber tatsächlich weniger zu sabotieren, als viel mehr zu schützen. Er möchte dich vor dem Unbekannten bewahren, vor Kontrollverlust – vor dem Ende von etwas, das lange vertraut war, auch wenn es dir nicht gutgetan hat.
Den Punkt überwinden, an dem viele umkehren
Wer diesen Moment falsch deutet und fehlinterpretiert, kehrt häufig um und ergibt sich dem Jammerlappen.
Doch wer ihn erkennt, bleibt und hört hin.
Er bekämpft ihn nicht (mehr), sondern nimmt ihn wahr – und geht trotzdem weiter.
Sein Auftauchen ist also weniger ein Warnsignal, sondern mehr ein Hinweis darauf, dass sich gerade etwas Entscheidendes bewegt.
Beobachte das mal und schau, was sich wirklich verändert, wenn du an diesem einen Punkt nicht umkehrst, sondern bewusst weitergehst.
Ich wünsch dir viel Erfolg dabei – du rockst das Ding!
(Und dein Jammerlappen hat Bühnenverbot. 😉)
Von Herzen 💕
Alexandra
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Ich bin Alexandra Glander.
Ich begleite Menschen dabei, festgefahrene Situationen zu sortieren, Zusammenhänge zu erkennen und wieder Klarheit für ihre nächsten Schritte zu gewinnen.
Viele kennen mich auch als die Erfinderin des Jammerlappen-Universums – einem Kunst- und Kreativprojekt, das menschliche Muster mit Humor und Tiefgang sichtbar macht.
Wenn dich Denkanstöße wie jene hier im Blog interessieren:
Alle drei Wochen verschicke ich einen kurzen Impulsletter mit neuen Perspektiven auf Muster, Konflikte und innere Dynamiken. Hier kannst du dich zum Erhalt des Impulsletters eintragen:
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