Falls du jetzt glaubst, ich hätte einen an der Waffel: Keine Sorge, es geht mir gut. Nur habe ich bei meinen zahlreichen Recherchen zum Thema des Jammerns und wie das andere Menschen so sehen, etwas echt Geniales gefunden. Das hat mich auf eine Idee gebracht und darüber freut sich ganz besonders mein Jammerlappen. 😊
Du wirst es nicht glauben:
Es gibt tatsächlich den „National Whiners Day“, also den „Nationalen Jammerlappen-Tag“. Wie geil ist das denn bitte?
Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie da mein Jammerlappen darauf reagiert hat, nachdem ich das in den Weiten des weltweiten Netzes gefunden hatte. Der ist sowas von ausgetickt. Für ihn war diese Erkenntnis wie die Verleihung des Oscars, den er sich nach seiner Weltpremiere am 25.5.2025 gewünscht und nie erhalten hatte.
Und dieser „National Whiners Day“ ist heute, am 26.12.
Ins Leben gerufen hat ihn in den 1980er-Jahren der US-amerikanische Pfarrer Kevin Zaborney. Und das aus dem Grund, weil er beobachtet hatte, dass vor allem nach Weihnachten die Menschen so enorm viel jammern, obwohl sie eigentlich dankbar dafür sein sollten, was sie alles haben. Meinen Recherchen zufolge kürt Kevin Zaborney außerdem regelmäßig den „Most Famous Whiner“ („Der berühmteste Jammerer“).
Wie auch immer …
Meinem Jammerlappen sind die Hintergründe und die Verleihung des Titels „Der berühmteste Jammerer“ – gelinde gesagt – scheiß-egal, denn er weiß jetzt, dass ihm ein eigener Tag im Jahr gewidmet ist. Das feiert er gerade ordentlich ab.
Und ich gönn ihm das, ehrlich.
Ich hab ihn sogar dazu motiviert, heute so richtig die Sau rauszulassen. Mir darf heute alles um die Ohren geschmissen werden, von dem er meint, ich müsse das hören. Er hat an diesem Tag jeglichen Freiraum, den er haben will und den er sich bisher unterm Jahr einfach mal so zwischendurch einverleibt hat.
Auf sein Wohl trinke ich mit ihm sogar ausnahmsweise Prosecco und lass für ihn die Luftschlangen und Konfetti tanzen.
Er soll sich sowas von bestätigt fühlen und in seiner Existenz sicher sein. Er darf heute abrocken, was das Zeug hält. Heute gibt’s Jammerlappen-Blues und Jammerlappen-Theater vom Feinsten. Die Bühne gehört ganz allein ihm – 24 Stunden lang.
Ich hab das sogar vertraglich mit ihm geregelt, mit Brief und Siegel.
Das ist sein Tag – einzig und allein seiner.
Blöd nur für ihn, dass ich nicht von gestern bin und in den Vertrag etwas ins Kleingedruckte geschrieben habe, das er geflissentlich überlesen hat, weil sein Fokus schon seit 00:00 Uhr auf Partymachen und sich selbst feiern gerichtet ist. (Und ich hab ihm den Vertrag natürlich erst dann zum Unterschreiben hingehalten. 😁)
Ab Morgen nämlich – und dann für die kommenden 364 Tage (beziehungsweise bei einem Schaltjahr 365, ich denke ja mit) – ist Schluss mit lustig.
Ab dem morgigen Tag ist die Bühne abgebaut, das Mikro stromlos gemacht und darf der Jammerlappen in seiner – wohlgemerkt versperrten – Garderobe seinen Kater ausschlafen. Ich hab sogar extra ein neues Schloss in die Garderobentür eingebaut und es gibt nur einen Schlüssel, den ich sicher in einem Tresor aufbewahre. Und der öffnet sich erst wieder am kommenden 26.12. 😁 (Aber keine Sorge: Ich schau schon ab und an nach ihm. 😉)
So, jetzt aber muss ich zurück zur Party – zu meiner ganz persönlichen „National Whiners Day“-Feier. 🥳🥳🥳
Was meinst du:
Wäre das auch was für dich?
Magst du deinem Jammerlappen ab heute auch nur mehr am 26.12. die Bühne überlassen, damit er dir alles vor die Nase knallen kann, was nach seinem Dafürhalten an dir nicht passt, was du nicht so oder so tun sollst, was an dir falsch ist, wieso du im Leben nichts auf die Reihe kriegst – und mehr?
Wichtig dabei ist nur das hier: Mach auf Pokerface und verrate ihm auf keinen Fall, dass er das ab sofort uneingeschränkt nur mehr an diesem einen Tag tun darf. Er soll ja nicht misstrauisch werden. 😉
Von Herzen 💕
Alexandra
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Ich bin Alexandra Glander –
psychologische Beraterin, Supervisorin und kreative Prozessbegleiterin.
Mit dem von mir entwickelten psychosozialen Deutungs- und Arbeitsmodell „Der Jammerlappen“ begleite ich Menschen dabei, destruktive innere Dynamiken zu erkennen und zu verändern.
Das Modell verbindet Tiefe mit Humor, Provokation mit Herz und Kopf mit Gefühl – eine Kombination, die selbstsabotierende Muster schneller sichtbar und leichter veränderbar macht.
Ich stehe für gelebtes Self-Commitment und für radikal-ehrliche Selbsterkenntnis, die manchmal schmerzt, aber immer befreit.